In Zeiten klammer Kassen dreht man an jeder Schraube? Nein! Man müsste dafür nicht jede soziale Rücksicht aufgeben.
Der aktuelle Gemeinderat hat mit Mehrheiten der CSU und der Freien Wähler beschlossen die Kindergarten- und Krippengebühren regelmäßig und automatisch zu erhöhen, um sich nicht jedes mal der Diskussion auszusetzen und sich rechtfertigen zu müssen.
Wir denken, das ist mutlos und unangebracht, denn es trifft die Falschen! Junge Familien tragen ohnehin schon eine sehr hohe Belastung. So kostet ein Kind im Schnitt bis zum 18 Lebensjahr bis zu 150.000 €1. Geld, das Eltern, im Vergleich zu beispielsweise Kinderlosen, für Wohnen, Reisen, Altersvorsorge oder schlichtweg den normalen Lebensunterhalt nicht mehr zur Verfügung steht. Dieser Aufwand wird ohnehin immer größer, denn die Lebenshaltungskosten steigen kontinuierlich und erheblich.
Unterm Strich vorfinanzieren Eltern die Pflege und Rente ALLER, auch derjenigen, die sich das gespart haben – wie gerecht ist es dann, die Eltern in dieser Zeit zusätzlich mit weiteren und hohen Gebühren zu belasten?
Es wird behauptet, die Eltern würden ja schließlich auch eine Leistung in Anspruch nehmen (oder doch nur vormittags Kaffee trinken gehen?) – aber nehmen letztlich nicht ALLE dadurch Leistungen in Anspruch?
Wieso fördert man auf diese Weise nur diejenigen, die eben nicht zur gesellschaftlichen Sozialvorsorge beitragen?
Wir haben bereits beim letzten Mal, anders als CSU und Freie Wähler, gegen die Erhöhung gestimmt und setzen uns auch weiterhin ein für:
- Abschaffung der automatischen Gebührenerhöhungen
- Reduzierung der Krippengebühren
- Wiedereinführung des Geschwisterbonus
- Geschwisterbonus einrichtungsübergreifend machen
- Verteilung des Aufwandes auf ALLE
- Statistisches Bundesamt ↩︎