Am 8. März geht’s um die Wurst: Wir entscheiden, wer die nächsten sechs Jahre im Gemeinderat für uns die Weichen stellt. Wenn jedoch im Rathaus nur zwei Listen vertreten sind, fallen viele Perspektiven hinten runter. Wir von der LOS-Grüne-SPD sind angetreten, um weiterhin sicherzustellen, dass die gesamte Gemeinschaft eine Stimme hat. Wir vertreten die jungen Familien, die progressiven Köpfe und alle, denen ein modernes, zukunftsorientiertes Lengdorf am Herzen liegt.
Ein Dorf lebt von der Vielfalt seiner Bewohner – und genau diese Vielfalt brauchen wir auch am Ratstisch. Ohne eine starke dritte Kraft riskieren wir, dass eine Partei mit ihrer absoluten Mehrheit einfach „durchregiert“ und dabei die Bedürfnisse vieler Bürgerinnen und Bürger übersieht oder gar bewusst ignoriert.
Daher brauchen wir keine Alleinherrschaft im Rathaus! Und so haben wir bereits vor sechs Jahren das erste Mal frischen Wind reingebracht, indem wir für Entscheidungsfindungen die notwendige Transparenz eingefordert haben. Wir haben gezeigt, dass es Lengdorf guttut, wenn einer genau hinschaut, die Finger in die Wunden legt und auch mal unbequeme Fragen stellt.
WARUM DAS SO WICHTIG IST?
Ganz einfach: Wenn nur zwei Parteien im Rat sitzen, hat eine davon fast automatisch die absolute Mehrheit. Und wer die Mehrheit hat, kann im Alleingang „durchregieren“. Da wurde in der Vergangenheit im Gemeinderat oft nicht mehr wirklich über das beste Argument diskutiert, sondern einfach nur noch gemäß Parteizugehörigkeit abgenickt. Und wohin uns die faktische Alleinherrschaft der CSU geführt hat, wissen und spüren wir immer noch alle.
Wir wollen verhindern, dass es wieder so weit kommt und dafür sorgen, dass keine Partei allein bestimmen kann. Im Rathaus soll, so wie in der letzten Wahlperiode auch, weiterhin richtig diskutiert und am Ende gemeinsam Lösungen generiert werden.
NETZWERKEN – ABER MIT OFFENEM VISIER!
Und natürlich ist es hierfür auch wichtig, dass man als BürgermeisterIn gut vernetzt ist. Wer Türen in die Ministerien oder zum Landratsamt öffnen kann, bringt unsere Gemeinde voran – das erkennen wir absolut an. Aber es kommt eben auf das „Wie“ an. Gute Kontakte dürfen nicht dazu führen, dass Dinge nur noch auf „kurzem Dienstweg“ im Hinterzimmer entschieden werden, wo keiner mehr durchblickt.
Vernetzung ist super, wenn sie Fördermittel nach Lengdorf holt. Sie wird aber kritisch, wenn daraus womöglich eine Spezl-Wirtschaft wird, bei der irgendwann nur noch entscheidend ist, wen man kennt. Und wer Netzwerke zu Gunsten Lengdorfs nutzt, ist sicherlich als Gemeinderatsmitglied wertvoll. Inwiefern diese Person dazu Bürgermeister sein muss, kann man jedoch durchaus hinterfragen – insbesondere nachdem unser bayerischer Ministerpräsident gerade erst betont hat, wie viel leichter man angeblich als CSU-Bürgermeister Förderungen bekäme. Sollte es in der Tat so sein, ist das ein Armutszeugnis für die CSU und nebst den Lobby- und Korruptionsskandalen der Vergangenheit ein weiteres besorgniserregendes Zeichen! Sollte es nicht so sein, betreibt Herr Dr. Söder offenbar Wählerfang indem er die Bürger und Bürgerinnen dreist anlügt. Egal welches Szenario stimmt, es zeugt von mangelndem Wertekompass der Union und macht sie damit für mich ganz klar nicht zur ersten Wahl.
Wir von LOS-Grüne-SPD stehen explizit dafür, dass Netzwerke der ganzen Gemeinde dienen und Entscheidungen trotzdem dort fallen, wo sie hingehören: öffentlich und transparent im Gemeinderat.
DIE ZUKUNFT IM BLICK BEHALTEN
Die Landesregierung irrlichtert Nebelkerzen schwenkend durch die Realität. Der von Fastfoodketten gesponserte CSU-Vorsitzende Dr. Markus Söder träumt von einer Utopie in Form von Mini-Atomkraftwerken und der Freie Wähler Chef Huber Aiwanger fällt lieber mit populistischen sowie spalterischem Auftritten auf, anstatt als Wirtschaftsminister die Zukunft Bayerns im Blick zu behalten. Daran können wir an sich leider wenig ändern. Aber wir können hier vor Ort dafür Sorge tragen, dass wir nachhaltige und zukunftsfähige Wege gehen, beispielsweise:
* Sonne aufs Dach: Wir haben PV-Anlagen auf unseren Gemeindedächern schon zur letzten Wahl gefordert, als andere noch weggeschaut haben. Schön, dass das jetzt alle toll finden – aber wir sorgen weiterhin dafür, dass das Thema auch nach der Wahl präsent bleibt.
Plakat von LOS-SPD im Wahlkampf 2020
* Unser Isental: Das ist unser wertvollstes Gut. Natur- und Hochwasserschutz müssen Hand in Hand gehen, damit unsere Heimat auch für unsere Kinder noch lebenswert bleibt.
IHR HABT ES IN DER HAND!
Habt keine Angst vor Veränderungen. Habt lieber Sorge davor, dass alles beim Alten bleibt, weil eine Partei allein alles in ihrem Sinne entscheiden darf.
Daher gilt am 8. März: Keine absolute Mehrheit für niemanden! Gebt eure Stimme der Liste LOS-Grüne-SPD – für ein faires, nachhaltiges und ehrliches Lengdorf!
Autorin: Christin Wirfler
Anmerkung: Die mit Namen gekennzeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die Ansicht der Wählergruppe wieder, sondern sind zunächst die persönliche Meinung des Autors/der Autorin.